Sehr geehrter Herr Reinders !

Besten Dank für Ihr Schreiben an Herrn Bundesminister Stöger, welches auf ein großes Interesse am Tierschutz schließen lässt.

Im Bereich des von Ihnen angesprochenen Themas der Ferkelkastration ist die bestehende österreichische Gesetzeslage konform mit der Richtlinie der Europäischen Union zum Schutz der Schweine. Bestrebungen auf europäischer Ebene, eine Verbesserung aus Tierschutzsicht zu erreichen, werden von Österreich unterstützt, da ein Vorgehen auf gesamteuropäischer Ebene einzelstaatlichen Lösungen vorzuziehen ist. Gerade auf diesem Gebiet werden durch wissenschaftliches Arbeiten und europaweite Forschungsprojekte wertvolle Daten zur Verbesserung des Tierschutzes gesammelt. Alternative Methoden wie z.B. die Ebermast sowie die Immunokastration sind aus Tierschutzsicht zu begrüßen, bedingen allerdings eine komplette Umstellung der Schweinefleischproduktion, welches weitreichende Konsequenzen für die Landwirtschaft, die Schlachthöfe und den Lebensmittelhandel nach sich zieht. Aus diesem Grund sind Lösungen zu suchen, die von allen Beteiligten mitgetragen werden können.

Seien Sie versichert, dass die Mitarbeiter des Bundesministerium für Gesundheit bereits intensiv an der Lösung dieses Themas arbeiten.


Mit freundlichen Grüßen,
Bürgerservice
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Referat Bürgerservice
I/A/3


Bundesministerium für Gesundheit
Radetzkystr. 2, 1030 Wien
Tel.: +43/1/71100-4531
buergerservice@bmg.gv.at
http://www.bmg.gv.at

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von: Daniel REINDERS [mailto:vgt@vgt.at]
Gesendet: Samstag, 21. August 2010 04:00
An: Stöger, Alois
Betreff: Die betäubungslose Ferkelkastration ist nicht mehr notwendig!

Sehr geehrter Herr Bundesminister Stöger,

vor kurzem habe ich erfahren, dass in Österreich noch immer kleine Ferkel bei vollem Bewusstsein kastriert werden! Ich finde das wirklich erschütternd und überhaupt nicht mehr zeitgemäß, da es mittlerweile genügend Alternativen gibt. In vielen anderen Ländern sind bereits Tendenzen zu erkennen, die sich von der betäubungslosen Ferkelkastration wegbewegen, hin zu einem Verbot dieser Praxis!
In den Niederlanden, der Schweiz und Dänemark wurden bereits Gesetze erlassen, die eine chirurgische Kastration ohne Schmerzausschaltung verbieten.

Da sogar die Landwirte selbst, freiwillig ab 2011 eine Schmerzbehandlung vor der Kastration anstreben ist es doch wohl höchste Zeit, das Gesetz dementsprechend zu adaptieren!
Denn noch immer gilt es laut Tierschutzgesetz, keinem Tier unnötig oder ungerechtfertigt Schmerzen zuzufügen.

Sie, Herr Minister Stöger, als zuständiger Minister für Tierschutz, könnten dem ein Ende setzen!
Erlassen Sie
eine Verordnung, die eine verpflichtende Schmerzausschaltung vorschreibt und auf lange Sicht gesehen die chirurgische Kastration in der Schweinemast verbietet!
Es würde mich sehr freuen, wenn Sie sich weiterhin dafür einsetzen!

Hochachtungsvoll,
Daniel REINDERS
B........
83530 SCHNAITSEE/Bayern
DE